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Notfallpass auf iPhone und Android richtig einrichten
Notfallpass

Notfallpass auf iPhone und Android richtig einrichten

📅 14. September 2026🕒 5 Min. Lesezeit

Notfallpass und Notfallkontakte: Warum sie so wichtig sind

Ein Smartphone ist heute viel mehr als nur ein Telefon. Es enthält wichtige Kontakte, Gesundheitsdaten und oft auch den Zugang zu vielen Diensten. Gerade wenn das Handy verloren geht, gestohlen wird oder Sie ein neues Gerät bekommen, lohnt es sich, den Notfallpass und die Notfallkontakte neu zu prüfen.

Diese Funktionen helfen in einer echten Notsituation. Wenn Sie zum Beispiel stürzen, verwirrt sind oder nicht selbst sprechen können, sehen Helfer wichtige Informationen direkt auf dem Sperrbildschirm. Dazu gehören etwa Ihr Name, Allergien, Erkrankungen oder die Telefonnummer einer nahestehenden Person.

Das Gute ist: Sie können diese Angaben in wenigen Minuten selbst einrichten. Noch besser: Bitten Sie ein Familienmitglied, alles einmal mit Ihnen zu prüfen.

Wann Sie die Daten unbedingt kontrollieren sollten

  • Wenn Sie ein neues Smartphone bekommen haben
  • Wenn Ihr altes Gerät verloren gegangen ist
  • Wenn Sie die SIM-Karte gewechselt haben
  • Wenn sich Ihre Adresse, Medikamente oder Kontakte geändert haben
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt oder neuer Diagnose

Wichtig: Übertragen sich Ihre Daten auf ein neues Handy, heißt das nicht automatisch, dass auch der Notfallpass richtig übernommen wurde. Prüfen Sie alles am besten von Hand.

So richten Sie den Notfallpass auf dem iPhone ein

Auf dem iPhone heißt diese Funktion meist Notfallpass oder ist in der App Health beziehungsweise Health-App zu finden.

Schritt für Schritt

  • Öffnen Sie die Health-App.
  • Tippen Sie oben rechts auf Ihr Profilbild oder Ihren Namen.
  • Wählen Sie Notfallpass.
  • Tippen Sie auf Bearbeiten.
  • Tragen Sie wichtige Angaben ein, zum Beispiel Geburtsdatum, Erkrankungen, Allergien, Medikamente und Blutgruppe.
  • Unter Notfallkontakte fügen Sie Personen hinzu, die im Ernstfall angerufen werden sollen.
  • Achten Sie darauf, dass Im Sperrzustand anzeigen aktiviert ist.
  • Speichern Sie die Angaben.

Viele iPhones bieten außerdem die Möglichkeit, dass Notfallkontakte automatisch informiert werden, wenn ein Notruf ausgelöst wurde. Das kann sinnvoll sein, ist aber keine Pflicht.

So prüfen Sie die Anzeige im Sperrbildschirm

Sperren Sie das iPhone. Wischen oder tippen Sie auf den Bildschirm und wählen Sie Notruf oder Emergency. Dort sollte auch der Notfallpass sichtbar sein. Wenn nicht, wurde die Anzeige wahrscheinlich nicht aktiviert.

So richten Sie Notfallinformationen auf Android ein

Bei Android kann der Name der Funktion je nach Hersteller etwas anders sein. Oft heißt sie Notfallinformationen, Notfallkontakte oder Sicherheit und Notfall.

Schritt für Schritt

  • Öffnen Sie die Einstellungen.
  • Suchen Sie nach Sicherheit und Notfall, Notfallinformationen oder geben Sie oben im Suchfeld das Wort Notfall ein.
  • Tragen Sie persönliche Angaben ein, zum Beispiel Name, Adresse, Allergien oder wichtige medizinische Hinweise.
  • Fügen Sie unter Notfallkontakte ein oder zwei vertraute Personen hinzu.
  • Prüfen Sie, ob die Daten auf dem Sperrbildschirm sichtbar sind.

Manche Samsung-, Xiaomi- oder andere Android-Geräte haben eigene Menüs. Lassen Sie sich davon nicht verwirren. Entscheidend ist, dass Helfer die Informationen ohne Entsperren sehen können.

So testen Sie es

Sperren Sie Ihr Handy. Tippen Sie auf dem Sperrbildschirm auf Notruf. Bei vielen Geräten gibt es dort auch den Punkt Notfallinformationen anzeigen. So sehen Sie sofort, ob alles richtig eingerichtet ist.

Welche Angaben wirklich sinnvoll sind

Tragen Sie nur Informationen ein, die im Ernstfall helfen. Weniger ist oft besser als zu viel.

  • Vollständiger Name
  • Geburtsdatum
  • Notfallkontakt 1 und 2 mit Telefonnummer
  • Allergien, zum Beispiel gegen Medikamente
  • Wichtige Erkrankungen, etwa Diabetes oder Herzprobleme
  • Regelmäßige Medikamente, wenn diese besonders wichtig sind
  • Blutgruppe, wenn Sie sie sicher kennen
  • Adresse, falls sinnvoll

Tipp: Schreiben Sie kurz und klar. Zum Beispiel: Diabetes Typ 2, Insulin oder Allergie gegen Penicillin.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Alte Telefonnummern als Notfallkontakt gespeichert
  • Der Ehepartner ist eingetragen, aber selbst schwer erreichbar
  • Wichtige Angaben wurden nicht gespeichert
  • Die Anzeige auf dem Sperrbildschirm ist ausgeschaltet
  • Medizinische Daten sind veraltet
  • Niemand aus der Familie weiß, dass es den Notfallpass gibt

Am besten überprüfen Sie alles alle paar Monate einmal. Ein guter Zeitpunkt ist zum Beispiel nach dem Arztbesuch, zum Jahresanfang oder wenn Sie ein neues Handy einrichten.

Was Sie bei Handyverlust oder Gerätewechsel zusätzlich tun sollten

Wenn Ihr Smartphone verloren ging oder Sie ein neues Gerät nutzen, denken Sie nicht nur an Fotos und Kontakte. Auch diese Punkte sind wichtig:

  • Richten Sie den Notfallpass auf dem neuen Gerät neu ein oder kontrollieren Sie ihn gründlich.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Notfallkontakte noch aktuell sind.
  • Testen Sie, ob die Angaben im Sperrbildschirm sichtbar sind.
  • Entfernen Sie alte oder falsche Informationen.
  • Bitten Sie einen Angehörigen, die Einrichtung mit Ihnen zusammen anzusehen.

Praktischer Tipp: Schreiben Sie die Namen Ihrer Notfallkontakte zusätzlich auf einen Zettel für zuhause. So haben Sie die wichtigsten Nummern auch dann griffbereit, wenn das Handy einmal nicht da ist.

Fazit: Kleine Einstellung, große Hilfe

Der Notfallpass und die Notfallkontakte sind schnell eingerichtet, können aber im Ernstfall sehr wichtig sein. Gerade nach einem Smartphone-Wechsel oder nach einem Verlust sollten Sie diese Angaben sofort kontrollieren. So sorgen Sie dafür, dass Helfer und Angehörige im Notfall schneller handeln können.

Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, können Sie TechPaten anrufen: +49 157 56466895. Die Techniker kommen gerne vorbei und helfen Ihnen persönlich und in Ruhe bei der Einrichtung Ihres iPhones oder Android-Handys.

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